Foodsaving – Geld sparen und die Umwelt retten

Foodsaving – Geld sparen und die Umwelt retten

Vor einigen Wochen haben wir über einen Studenten berichtet, der sich durch Containern ernährt – auch um ein Zeichen gegen Verschwendung zu setzen. Damit er zukünftig weniger Nahrung im Müll findet, haben wir ein paar Tipps für dich, mit denen du Verschwendung von Lebensmitteln verhindern und auch noch Geld sparen kannst.

Laut einer Studie, die vor wenigen Jahren durchgeführt wurde, werfen wir jedes achte unserer gekauften Lebensmittel in die Mülltonne – obwohl wir viele davon noch essen könnten. Das liegt zum einen daran, dass wir aus den Supermärkten nur noch makellose rote Äpfel und grasgrünen Salat kennen. Deshalb denken viele irrtümlich, dass ein brauner Fleck sofort bedeutet, dass das entsprechende Obst oder Gemüse verfault ist. Aber es gibt noch einen weiteren Irrtum.

Mindest- vs. Verfallsdatum

Auf nahezu jedem Lebensmittel ist irgendwo auf der Verpackung ein kleines Datum aufgedruckt, das uns sagt, bis wann wir den Joghurt oder die Flasche Cola verbrauchen sollen. Aber bedeutet das, dass wir das Produkt nach Ablauf dieses Datum sofort wegschmeißen müssen? In der Regel nicht.

In den meisten Fällen handelt es sich um ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das bedeutet, bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller, dass Geschmack und Aussehen sich seit der Herstellung nicht verändert haben. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass diese Lebensmittel verdorben sind. Häufig lassen sich Joghurts noch einige Tage, andere Dinge wie Chips oder Cola noch Monate nach Ablauf des Datums verspeisen. Der beste Tipp, um herauszufinden, ob Lebensmittel noch gut sind: öffnen, schauen, riechen und schmecken.

Anders sieht es wiederum beim Verfallsdatum aus. Das findest du auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fisch oder Fleisch. Hier ist die Regel ganz klar: Nach Ablauf dieses Datum gehört das jeweilige Produkt ohne Umwege in den Müll. Ob Mindest- oder Verfallsdatum: Wenn Lebensmittel schimmeln, kannst du sie meist nicht mehr retten. Denn selbst wenn der Schimmel nur an einer kleinen Stelle zu sehen ist, hat er sich häufig schon weiter verteilt. Lediglich feste Lebensmittel wie Karotten oder Hartkäse lassen sich durch großzügiges Wegschneiden retten.

Restekochen und Foodsharing

Dass deine Lebensmittel überhaupt Mindest- und Verfallsdatum erreichen, kannst du schon beim Einkaufen verhindern. Statt wahllos alles in den Wagen zu schmeißen, solltest du vorher eine Liste anhand der Sachen, die du noch zu Hause hast, erstellen.

Manchmal kann es aber ganz schön tricky sein, die übrigen 900 Milliliter Milch zu verbrauchen, nachdem du die Packung für deinen Kuchen angebrochen hast. Um zu verhindern, dass die übrige Milch im Ausguss landet, gibt es Restegourmet.de. Dort kannst du ganz einfach die Zutaten eingeben, die du aktuell zu Hause hast, um einen passenden Rezeptvorschlag zu bekommen. Für unterwegs gibt es alternativ noch die „Zu gut für die Tonne-App“ mit derselben Funktion.

Sollte das auch nicht funktionieren, kannst du deine Lebensmittel auch teilen. Viele Städte haben Foodsharing-Gruppen bei Facebook, wo Lebensmittel kostenlos verschenkt und abgeholt werden können. So hilfst du nicht nur, Verschwendung zu vermeiden, sondern sparst auch Geld, das sich viel besser in die nächste Kneipentour investieren lässt.

 
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