Studium+M

Studium+M

Chancengleichheit – das ist das Ziel von Studium+M, einem Programm für mehr Studierende mit Migrationshintergrund.

Der Weg an die Hochschule ist in Deutschland immer noch eng an die soziale Herkunft gekoppelt. Für mehr Studierende mit Migrationshintergrund an deutschen Hochschulen engagiert sich das Programm Studium+M. Die Studentenwerke, unterstützt von der Stiftung Mercator, möchten hierfür eine Willkommens-und Anerkennungskultur an deutschen Hochschulen etablieren, um Studierende mit Migrationshintergrund, vor allem aus bildungsfernen Elternhäusern, für ein Studium zu mobilisieren und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.

Im Rahmen von Studium+M setzen fünf Studentenwerke über drei Jahre Pilotprojekte um, die die aktuelle Situation von Studierenden mit Migrationshintergrund und die Aufnahmebedingungen an den Hochschulstandorten aufgreifen und im Sinne der Programmziele verbessern. Das Programm wurde am 2. Juli 2014 verbandsintern für die Studentenwerke ausgeschrieben. Insgesamt hatten sich 24 Studentenwerke um eine Projektförderung im Programm Studium+M beworben. Am 28. November 2014 hat eine sechsköpfige unabhängige Auswahlkommission aus den eingereichten Anträgen fünf Projekte ausgewählt. Die fünf Studentenwerke, die eine finanzielle Förderung durch die Stiftung Mercator erhalten, sind: Bonn, Köln, Darmstadt, Marburg und Thüringen. Studium+M wird bis 2018 vom Deutschen Studentenwerk begleitet und von der Stiftung Mercator unterstützt.

Ob jemand studiert, ob jemand es durch das deutsche Bildungssystem bis an eine Hochschule schafft, hängt ganz entscheidend von der Bildungsherkunft ab. Dass Kinder mit Migrationshintergrund in höherem Ausmaß von sozialen und finanziellen Risiken betroffen sind sowie aus einem bildungsfernen Elternhaus stammen, bestätigt die Autorengruppe Bildungsberichterstattung sowie die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks: Fast jeder Dritte bekommt BAföG, Einschnitte im Studienverlauf sind unter Studierenden mit Migrationshintergrund häufiger als unter Studierenden ohne Migrationshintergrund und im Fall einer Studienunterbrechung hat das bei jedem Dritten finanzielle Gründe. Studierende mit Migrationshintergrund sind insofern klassische Bildungsaufsteiger. Die wirtschaftliche und soziale Förderung durch die Studentenwerke ist hier elementar.

Die 20. Sozialerhebung zeigt weiterhin: Der überwiegende Teil der Gesamtgruppe Studierende mit Migrationshintergrund hat die deutsche Staatsbürgerschaft oder ist in Deutschland geboren, sie wohnen häufiger bei ihren Eltern als Studierende ohne Migrationshintergrund und in einem Wohnheim. 21% entstammen einer Familie mit niedriger Bildungsherkunft (Vergleich: 5% ohne Migrationshintergrund).

 
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