Falscher Studiengang?

Falscher Studiengang?

Woran du erkennst, dass du den Studiengang wechseln solltest

Kennst du das Gefühl: Du sitzt im Vorlesungssaal, um dich herum sitzen deine Kommilitonen, die alle eifrig zuhören und sich Notizen machen und du verstehst nur Bahnhof. Und eigentlich hast du null Interesse an dem, was der Prof da vorne gerade doziert. Überhaupt: Eigentlich hattest du dir das Studium ganz anders vorgestellt. Und schon kommt dir der Gedanke: „Was zur Hölle mach ich hier eigentlich! Will ich das mein ganzes Leben lang machen? Nö!“

Zeit, über einen Studiengangwechseln nachzudenken…

Man kann aus vielen Gründen unzufrieden mit dem gewählten Studiengang sein: falsche Erwartungen an das Fach, falsche Stadt oder man ist für das Fach schlichtweg nicht geeignet. Nur weil man den ganzen Tag vor dem Computer abhängt, ist man noch lange kein Informatiker (man denke an die vielen technischen Vorlesungen). Viele Studenten sind dann schnell überfordert und schalten ab. Jetzt heißt es: Rechtzeitig die Reißleine ziehen.

 

Studiengangwechsel: schwarzer Punkt im Lebenslauf?

Ist die Entscheidung zum Wechsel einmal gefallen, kann dies schnell zur Belastungsprobe für die betroffenen Studenten werden. Die Frage nach dem persönlichen Versagen und dem Makel im Lebenslauf setzt vielen zu. Dabei gilt: Besser ein Problem erkennen, in Angriff nehmen und lösen, als weiter mit einem Kompromiss oder der falschen Entscheidung zu leben. Auch Personaler kennen und respektieren das.

 

Tipps für den Wechsel

Wer mit seinem Fach hadert, sollte überlegen, welcher Studiengang seinen Interessen eher entspricht, sich informieren und beraten lassen:

  • Als erstes: keine Schnellschüsse! Einmal in sich gehen und überlegen: Ist es der Studiengang oder evtl. nur das Umfeld? Hier hilft oft schon ein Wechsel an eine andere Uni oder in eine andere Stadt.
  • Viel lesen. Im Internet und bei Studienberatungsstellen gibt es ausführliches Material zu allen Studiengängen.
  • Erfahrungen teilen. Eins ist sicher: du bist nicht der erste, dem es so geht. Was sagen andere, die ebenfalls vor dem Wechsel stehen oder das Prozedere schon hinter sich haben?
  • Oft kann man nur zum Wintersemester in ein neues Studium einsteigen. Allerdings kannst du Vorlesungen meist auch besuchen, ohne für das Fach eingeschrieben zu sein. Überschneiden sich evtl. sogar Anforderungen und du kannst Module bereits vor dem Wechsel abschließen? Ein Check lohnt sich hier.
  • Praktische Erfahrung: Unbedingt im Vorfeld in das Fach hineinschnuppern, um eine weitere Enttäuschung zu vermeiden.
  • Beraten lassen. Der Gang zum Studentenwerk ist mehr als wichtig, denn bei einem Wechsel des Studienfaches muss auch der BAföG-Bezug mitbedacht werden. Bis zum dritten Semester ist ein Wechsel problemlos und die Förderung läuft weiter – allerdings kann sich das Studium dank des Wechsels in die Länge ziehen. Die Folge: Man muss zum Studienende oft ohne Förderung oder mit einem Darlehen auskommen.

 

Fazit

Ein Studiengangwechsel ist kein Beinbruch. Besser ein kurzes Intermezzo, als mit der falschen Entscheidung zu leben. Aufstehen, Hut richten und auf zu neuen Ufern!

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder schon einen Wechsel hinter euch? Teilt uns hier eure Erfahrungen mit!

 
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