Eurovision Song Contest 2017: Die kuriosesten Teilnehmer

Eurovision Song Contest 2017: Die kuriosesten Teilnehmer

Am Samstag versammelten sich alle Windmaschinen und Feuerwerkskörper dieser Welt in Kiew, um einen reibungslosen Ablauf des diesjährigen Eurovision Song Contests zu garantieren. Falls du nicht genug Nerven hattest, um alle 26 Auftritte durchzuhalten, haben wir für dich die fünf schlimmsten Auftritte des Spektakels zusammengefasst.

Das schönste Comeback

Das moldawische Sunstroke Project nahm schon 2010 am ESC teil, erreichte jedoch nur einen 22. Platz im Finale. Dass die Band trotzdem Kultstatus genießt, verdankt sie ihrem Saxophonisten Serghei Stepanov, der es als „Epic Sax Guy“ auf Youtube zu Weltruhm gebracht hat und auch dieses Mal wieder munter über die Bühne hüpft. Auch der Song ist dieses Mal viel moderner als die 90er-Eurodance-Nummer, mit der sie es vor sieben Jahren versucht haben.

Der emotionalste Auftritt

Mit dem Feuer eines narkotisierten Faultieres wollte die belgische Sängerin Blanche (bürgerlich Ellie, aber Blanche klingt viel hipper) den ESC-Thron erobern. Ihr Elektropop-Song „City Lights“ hätte durchaus gute Chancen, würde er nicht so vehement durch ihren Auftritt torpediert. Beobachtet man Blanches Gestik und Mimik, könnte man denken, sie würde nicht beim ESC singen, sondern in der Gesamtschule von Bottrop Den Erlenkönig aufsagen müssen. Deshalb ist auch unklar, ob der Szenenapplaus nach der Hälfte des Auftritts ihrem Song gewidmet ist oder Tatsache, dass sie einmal kurz ihre Arme bewegt hat und damit beweist, dass sie doch nicht vom Hals abwärts gelähmt ist.

Die stärksten Lyrics

Mit dem tiefgründigen Text „Yodeleeii, yodeleeii, yodeleeii, yodeleioo“ wollten die beiden Rumänen Ilinca und Alex Florea auf die Armut in der Welt und die vielen Kriege aufmerksam machen. Oder zumindest ein paar Mitleidspunkte aus Österreich und der Schweiz abstauben. Doch wahre Künstler verstecken ihre Botschaften im Detail. Zugegeben, diese Botschaften in „Come on sing this song, say 1, 2, 3“ zu finden, mag herausfordernd sein. Aber man sollte vom ESC-Publikum erwarten dürfen, sich zwischen Goldregen und Windmaschinen mit den künstlerischen Botschaften auseinanderzusetzen.

Die beste WTF-Nummer

Warum die aserbaidschanische Sängerin Dihaj ihren Song „Skeletons“ vor der Kulisse bemalter Kreidetafeln performt, bleibt ihr Geheimnis. Doch so richtig verstörend wird ihr Auftritt erst, als nach knapp einer Minute plötzlich ein Mann auf einer Leite mit einer Pferdemaske auf dem Kopf erscheint. Wieso, weshalb und warum bleibt ungeklärt. Vielleicht ist die Antwort auf diese Fragen aber auch ganz einfach, so wie beispielsweise in der preisgekrönten Filmszene, die sich um die Frage nach dem „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“ dreht.

Die verstörendste Performance

Weit vorne sahen die Buchmacher den Portugiesen Salvador Sobral mit seiner Ballade „Amar pelos Dois“, doch sein Auftritt lässt die Zuschauer verwirrt zurück. Mit seinen Zuckungen und wahnsinniger Mimik wirkt der Portugiese wie einer dieser Irren, die sich in Selbstgespräche vertieft auf den Bahnhofsplätzen dieser Welt herumtreiben. Dementsprechend bleibt auch offen, ob die Zuschauer im Halbfinale wirklich für seinen Auftritt angerufen haben, oder ob sie versucht haben, über die eingeblendete Nummer medizinische Hilfe für den jungen Mann zu organisieren.

 
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