5 Fehler, die du bei deiner Hausarbeit vermeiden solltest

5 Fehler, die du bei deiner Hausarbeit vermeiden solltest

Wie war das noch einmal mit Zitaten? Und brauchst du wirklich 30 Quellen für eine gute Note? Wir sagen dir, welche fünf Fehler du bei deiner Hausarbeit vermeiden solltest.

Zu spät anfangen

Jeder kennt einen Kommilitonen, der damit prahlt, dass er seine Hausarbeit in zwei Tagen geschrieben und eine 1,3 dafür bekommen hat. Es mag diese Wunderkinder geben, doch sie sind in der Minderheit. Deshalb solltest du früh anfangen, um dir zumindest schon einmal einen Überblick über die Literatur zu machen. Danach lässt sich meist schon ungefähr abschätzen, wie komplex dein Thema ist und wie viel Zeit du aller Voraussicht nach benötigen wirst. Dabei gilt: besser zu viel als zu wenig Zeit. Außerdem solltest du genügend Puffer für die Schlussphase für Korrekturen einplanen, oder falls du krank wirst, beziehungsweise dir etwas anderes Unvorhergesehenes dazwischenfunkt.

Das Thema verfehlen

Besonders dann, wenn du dein Thema zwischen Tür und Angel mit deinem Prof besprochen hast, läufst du große Gefahr, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen von deiner Hausarbeit habt. Blöd nur, dass am Ende seine Vorstellung die Basis deiner Note ist. Besprich deshalb mit deinem Prof, bevor du anfängst, welches Ziel und welchen Umfang deine Arbeit haben soll sowie die Theorien, auf die du eingehen musst. Nicht selten definieren verschiedene Profs dasselbe Thema völlig anders. Während der Bearbeitungsphase solltest du deshalb die Fragestellung deines Themas immer im Hinterkopf haben, um nicht abzuschweifen. Falls du dir an einer Stelle unsicher bist, kannst du deinen Prof ruhig um eine kurze Einschätzung bitten, um Fehler zu vermeiden.

Falsch zitieren

Jeder Gedanke, den du von jemand anderem übernimmst, muss als solcher gekennzeichnet werden, selbst wenn es nur eine „Kleinigkeit“ ist. Andernfalls riskierst du, dass du wegen eines Plagiats durchfällst. Unterschieden wird beim Zitieren zwischen direkten und indirekten Zitaten: Direkte Zitate werden eins zu eins aus der Quelle übernommen (auch mit Rechtschreibfehlern) und in Anführungszeichen gesetzt. Indirekte Zitate sind dagegen sinngemäße Zusammenfassungen eines Gedankens. Diese stehen nicht in Anführungszeichen und dürfen nicht dem genauen Wortlaut aus der Quelle entsprechen (sonst handelt es sich um ein direktes Zitat). Vorsicht vor Blindzitaten! Blindzitate sind Zitate aus zweiter Hand. Das bedeutet, wenn Autor A in seinem Buch Autor B zitiert und du das Zitat von Autor B mit der zitierten Literatur von Autor B übernimmst, als hättest du die Quelle selbst gelesen. Das ist nicht nur wissenschaftlich unsauber, sondern birgt auch die Gefahr, dass du eine falsche Interpretation von Autor A unbemerkt übernimmst. Stattdessen solltest du dir entweder das Original besorgen oder Autor A als Sekundärquelle zitieren.

Schlecht recherchieren

Viele Studis fragen sich, wie viel Literatur für eine Hausarbeit notwendig ist. Leider lässt sich das nicht pauschal sagen. Je nach Dozent variiert diese Vorgabe zwischen „drei Quellen reichen“ und „pro Seite zwei neue Quellen“. Wenn du dir unsicher bist, solltest du deinen Prof einfach fragen, welche Ansprüche er hat. Im Zweifel gilt der Grundsatz: so viel wie nötig, so wenig wie notwendig. Bei wenigen Quellen läufst du Gefahr, dass du wichtige Aspekte übersiehst und statt einer Hausarbeit lediglich eine Literaturzusammenfassung schreibst. Zitierst du dagegen Quellen, nur um dein Literaturverzeichnis aufzupimpen, ist das ebenfalls schlecht, denn den meisten Professoren fallen diese Blindgänger auf. Bei der Recherche empfiehlt sich deshalb die Schneeballmethode: Nachdem du einige einschlägige Quellen gefunden hast, kannst du anhand deren Literaturverzeichnissen weitere Literatur aufspüren.

Formalitäten vernachlässigen

Die Formalitäten deiner Hausarbeit sind der Grund, warum ein Puffer in deiner Zeitplanung so wichtig ist. Lies vor deiner Abgabe noch einmal alles Korrektur, achte auf die richtige Formatierung deines Textes und eine richtige Zitierweise. Die letzten beiden Aspekte variieren unglücklicherweise von Uni zu Uni und teilweise sogar von Studiengang zu Studiengang. Informiere dich deshalb vorher über Vorgaben zum Seitenlayout, Schriftgröße und Zitierweise. Je nach Dozent können Rechtschreibfehler, falsche Layouts und eine fehlerhafte Zitierweise im schlimmsten Fall zu zwei Notenstufen Abzug oder gar mehr führen. So wird aus einer eigentlich sehr guten Arbeit ein „gerade noch bestanden“.

 
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