Der erste Eindruck zählt: Wie du ein gutes Bewerbungsanschreiben formulierst

Der erste Eindruck zählt: Wie du ein gutes Bewerbungsanschreiben formulierst

„Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich…“ – wenn du mit deiner Bewerbung überzeugen willst, solltest du dir etwas Besseres als diese lahme Einleitung für dein Bewerbungsanschreiben überlegen. Wir verraten dir, worauf du bei Anschreiben achten musst.

Die Basics

Mit deinem Bewerbungsanschreiben machst du die Infos aus deinem Lebenslauf lebendig. Das bedeutet nicht, dass du einfach nur stumpf deinen Lebenslauf wiederholen sollst. Stattdessen fokussierst du dich in deinem Anschreiben auf deine für die Bewerbung relevante Fähigkeiten, um den Personaler davon zu überzeugen, dass genau du der richtige Kandidat für den Posten bist. Die Kunst liegt besonders darin, deine Fähigkeiten auf den Punkt zu präsentieren, denn dein Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Achte auch darauf, dass du dein Anschreiben gut strukturierst, sodass daraus deine Qualifikation und deine Motivation ersichtlich werden.

Die Extras

Unter unzähligen Bewerbungen in Erinnerung zu bleiben, ist nicht einfach. Deshalb solltest du dein Anschreiben abseits gängiger Floskeln formulieren. Besonders bei der Einleitung tun sich viele Bewerber schwer. „Einen Wundersatz gibt es dafür nicht, das variiert und kommt auch auf die Position, die Branche und die Organisationsstruktur an“, erklärt Ilke Kaymak, Leiterin des Career Service der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Ein Anhaltspunkt für eine gute Einleitung ist zum Beispiel die Stellenanzeige des Unternehmens. Dort findest du unter Umständen einen geeigneten Aufhänger, auf den du dich beziehen kannst. Um deine Fähigkeiten greifbarer zu machen, empfiehlt es sich außerdem, Beispiele zu nennen. Erkläre, wann du deine Stressresistenz schon unter Beweis gestellt hast oder wo du bei deinem vorherigen Praktikum Verantwortung übernommen hast.

Die Stolperfallen

Die meisten Stolperfallen bei Anschreiben beziehen sich auf Formalitäten. Vergiss nicht deine vollständigen Kontaktdaten sowie die des Unternehmens. Bei Letzterem sollte auch der Ansprechpartner ermittelt und genannt werden, denn Anschreiben wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ solltest du vermeiden. Der Betreff wird ohne das Wort Betreff zu nennen fett hervorgehoben und unten solltest du das Anschreiben unterschreiben. Besonders häufig vergessen Bewerber jedoch, auf die beigefügten Dokumente in der Bewerbung hinzuweisen, wie Ilke Kaymak weiß: „Häufig fehlt ganz unten links das Wort ‚Anlagen‘. Schließlich sind dem Anschreiben meist der Lebenslauf sowie auch Zeugnisse beigefügt.“

Die No-Gos

Nimm niemals eine Vorlage für ein Anschreiben für deine Bewerbung. Auch wenn sie noch so schön ist. Personaler erkennen sofort, wenn sie einen „Serienbrief“ erhalten, was deine Bewerbung disqualifiziert. Ein weiteres K.-O.-Kriterium ist die Sprache. „Um positiv in Erinnerung zu bleiben, ist ein Anschreiben ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler Pflicht“, berichtet Ilke Kaymak.

Weitere Infos

Wenn du noch offene Fragen hast oder dir nicht sicher bist, ob dein Anschreiben gut geworden ist, solltest du dir Rat bei einem Experten holen. „Beratungsangebote der Career Services der Universitäten bieten Hilfe beim Check der Anschreiben“, erklärt Ilke Kaymak. Weitere Informationen zu Bewerbungsanschreiben findest du beim Career Service der Uni Düsseldorf.

 
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